Giwi Margwelaschwili
Georgischer Schriftsteller und Philosoph
www.giwi-margwelaschwili.de
 

Spendenaufruf für Giwi-Fond

Sehr geehrte Damen und Herren,

um das schriftstellerische Werk des Berliner Autors Giwi Margwelaschwilis zu retten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nimmt die Deutsch-Kaukasische Gesellschaft unter dem Stichwort „Giwi“ zweckgebundene Spenden entgegen. Sie sollen helfen,

 


„Glück und Unglück haben ihre Ursache in der Person als Buchperson, deren Neigung es ist, sich einem Text wie einem Gesetz zu unterwerfen.“

Giwi Margwelaschwili wurde 1927 als Sohn georgischer Emigranten in Berlin geboren. Seine Mutter starb früh. Sein Vater lehrte Philosophie und Orientalistik an der Kaiser-Wilhelm-Universität und war Mitarbeiter der georgischen Emigrantenzeitung „Kaukasus“. Giwi besuchte, bedingt durch die Bombardierung Berlins, das Fichte-, Moltke-, Ernst- Moritz Arndt- und Bismarckgymnasium.

Im Februar 1946 wurde Giwi zusammen mit seinem Vater vom sowjetischen Geheimdienst NKWD aus dem westlichen Sektor in die Ostzone entführt. Der Vater wurde in Russland oder Georgien erschossen. Giwi kam nach sechs Wochen Bunkerhaft in das sowjetische KZ „Sachsenhausen“. Im Herbst 1947 wurde er nach Georgien entlassen.

Giwi lernte in kurzer Zeit Russisch und Georgisch und studierte Germanistik. Von 1954 bis 1970 arbeitete am Pädagogischen Fremdspracheninstitut in Tbilissi als Deutsch- und Englischlehrer. In dieser Zeit entstanden seine ersten Romane. 1960 besuchte ihn Heinrich Böll und war beeindruckt vom ersten Band des „Kapitän Wakusch“. Er bot Giwi seine Hilfe an und bat um das Manuskript, doch Giwi wollte ihn nicht in Schwierigkeiten bringen und wagte diesen Schritt nicht.

1971 wurde Giwi Margwelaschwilis an das Philosophische Institut der Georgischen Akademie der Wissenschaften berufen. Es entstand ein umfangreiches philosophisches Werk mit Arbeiten vor allem zur deutschen Phänomenologie. Von 1970 bis 1980 war Giwi Margwelaschwili mit der Germanistin und Schriftstellerin Naira Gelaschwili verheiratet. 1975 wurde ihre Tochter Anna geboren.

Im November 1983 lernten sich Giwi und der Ostberliner Bürgerrechtler Ekkehard Maaß kennen. Ekkehard Maaß, der nun jedes Jahr den sonderbaren Schreiber auf seiner „Wartburg“ in Tbilissi besuchte, lud Giwi in die DDR und später in das vereinigte Deutschland ein und half ihm bei der Veröffentlichung der ersten Bände seines umfangreichen literarischen Werkes und bei der Rückkehr nach Berlin. Giwi Margwelaschwili war Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und des DAAD. Er war Stadtschreiber in Saarbrücken und Rheinsberg und nahm an vielen internationalen literarischen Konferenzen und Kongressen teil. 1994 wurden ihm die deutsche Staatsbürgerschaft und ein Ehrenstipendium des Bundespräsidenten verliehen. Er ist Mitglied des PEN. 1995 erhielt er für sein Gesamtwerk den Brandenburgischen Literatur-Ehrenpreis, 2006 die Goethemedaille. Über ihn wurden drei Filme gedreht: Holger Kulik, Aspekte, 1990;

Petra Tschörtner, Herr Giwi und die rückläufige Emigration, Deutschland, 1997;

Irene Langemann, Zwischen hier und dort, Deutschland, 1997;


 

Auf georgisch oder russisch

 

 

In deutscher Sprache