Aufruf zur Demonstration

Protest gegen die illegale Inhaftierung und Folterung ethnischer Tschetschenen und Inguschen in Kasachstan

Treffpunkt: Dienstag, 06. 07. 2021, 11 Uhr
Berlin, vor der Botschaft
Kasachstans
Nordendstraße 14
13156 Berlin

Mitarbeiter der Abteilung des Nationalen Sicherheitskomitees Kasachstans für Almaty nahmen im Februar 2021 ethnische Tschetschenen und Inguschen1 unter falschen Anschuldigungen fest, um unter Folter Geständnisse von Verbrechen zu erzwingen, die sie nicht begangen haben.

Insbesondere wird einer der Gefangenen, Rasul Dzhamaldiev, unmenschlicher
Behandlung und Folter ausgesetzt, die ihn bis zu einem Selbstmordversuch trieben.

Selbst bei Begehung irgendwelcher Verbrechen ist eine solche Behandlung mittelalterliche Barbarei, die nicht nur den Spezialdienst und dessen Mitarbeiter diskreditiert, sondern auch die Republik Kasachstan.

Die an der Folterung beteiligten Mitarbeiter des KNB (Nationales Sicherheitskomitee von Kasachstan) wenden Methoden des Drucks, Drohungen und Erpressung auch gegen die nahen Verwandten und Anwälte von Rasul Dzhamaldiev an.

Wir protestieren gegen die illegale Inhaftierung und unmenschlichen Behandlung von Rasul Dzhamaldiev und der zusammen mit ihm inhaftierten Inguschen und Tschetschenen, fordern ihre sofortige Freilassung und die Garantie ihrer verfassungsmäßigen Rechte und Freiheiten!

1Nach der Deportation der Inguschen und Tschetschenen 1944 unter Stalin kehrten einige Familien nach 1956 nicht zurück, sondern leben bis heute in Kasachstan

 

Nachruf auf Reso Gabriadse


Grabrede für Giwi Margwelaschwili


Stoppt den russischen Terror: Am 7. Oktober 2020 begann der Prozess gegen den Killer, der am 23. August 2019 im Kleinen Tiergarten den georgischen Tschetschenen Zelimkhan Khangoshvili ermordete. Es liegen Beweise vor, dass hinter dem Anschlag die russische Regierung steht.  Liste russischer Auftragsmorde im In- und Ausland.


Auslieferung:

Am 23. August 2020 wurde der 19Jährige tschetschenische Flüchtling Soslan Abubakarov an die Russische Föderation ausgeliefert, obwohl es dafür eigentlich keine rechtlichen Gründe gab. Er war zur angeblichen Tatzeit minderjährig, die Straftat wurde, wenn überhaupt, in Deutschland begangen, d. h. Russland hatte gar kein Recht, die Auslieferung zu fordern. Der Fall ist ausführlich im unten stehenden Artikel der FAZ dargestellt:

FAZ, 10. August 2019, Ausgeliefert von Friedrich Schmidt
Russland erklärt einen Tschetschenen zum Terroristen, belegen sollen das fragwürdige Dokumente


Die Welt, 23. Juli 2019
"Unschuldige werden an ein Unrechtssystem ausgeliefert", Interview von Richard Herzinger mit Ekkehard Maaß:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article197014087/Verfolgte-Tschetschenen-Kritik-an-Auslieferungen-an-Russland.html?wtrid=onsite.onsitesearch&fbclid=IwAR1YBxSmXGXcDtx3pnXNGlbSAlnw9qXln6lXLsH1wmSQuKUUJP1mcuUoVqI

Offener Brief an die Menschenrechtsbeauftragte Frau Dr. Kofler(Text)und ein Interview im DLF mit Sabine Adler, der Ehefrau von Bislan Eskarkhanova und Ekkehard Maaß
https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article189470875/Offener-Brief-Gegen-ein-System-des-Unrechts.html

https://www.deutschlandfunk.de/tschetschenien-deutschland-liefert-kadyrow-gegner-an.1773.de.html?dram:article_id=442163
 


Unterstützung im Asylverfahren und bei der sozialen Integration

Täglich von 8 - 14 Uhr
Schönfließer Straße 21
10439 Berlin / Tel 0171 1773543 / d-k-g@gmx.net

Ekkehard Maaß: Zur Situation tschetschenischer Flüchtlinge 2016
Ein Bericht für die Friedrich-Ebert-Stiftung